Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt sind wir begeisterte Japanfans (geworden). Vielmehr ich als Christoph. Obwohl es Christoph´s Wunsch war Tokyo zu sehen. Wir sind uns zwar beide einig: Japan war geil und ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Allerdings war Japan auch stressig und ich glaube, dass hat Christoph sehr geprägt. Wie dem auch sei, ich werde definitiv wieder nach Japan reisen, da man innerhalb von 2 Wochen einfach nicht alles sehen kann was man so möchte. Außerdem reisen wir als Backpacker, da muss etwas mehr auf die Kohle geachtet werden. 
Aber warum hab ich mich so in Japan verliebt?
Ganz klar es sind die freundlichen Menschen. Ich weiß es klingt irgendwie übertrieben wenn ich dauernd sage wie unfassbar freundlich hier die Menschen sind, ABER es war einfach so (Christoph rollt schon mit den Augen). Immer höflich, hilfsbereit und einfach freundlich. Wir haben insbesondere beim Trampen die Japaner so "richtig" in Herz schließen können. Aber dazu gibt es bereits einen Post den ihr gerne lesen könnt. ;)
Es gibt noch viele weitere Punkte warum Japan toll ist. Z.B. das Essen. Ja selbst ich als Veganer kann behaupten die japanische Küche (wenn auch vegan) ist absolut genial. Von Sushi über Onigiri, Oknomoijaki und Ramen konnte ich alles essen (da sich hier und da ein veggie freundliches Restaurant fand). Ein Vegan-Japan-Guide ist bereits geplant. :) Es war nicht immer einfach aber wenn man was gefunden hat, war es äußerst schmackhaft. 
Außerdem ist Japan sehr ordentlich und sauber. Selbst die Bahnhofstoilette konnte ohne Würgereflex betreten werden. So gut wie kein Müll auf den Straßen und dass, obwohl man nirgends Mülleimer finden konnte. Wie machen die das nur?
Ein weiterer Pluspunkt ist die Liebe zum Detail. Es gibt ein Mumincafé, ich meine diese Tatsache sagt doch schon alles. Und ja man kann alleine dorthin, weil es Tische gibt an denen lebensechte (:D) Mumins an deinem Tisch sitzen, damit du dich nicht alleine fühlst! Ich raste aus! Mal ganz abgesehen davon, dass Katzen hier sehr gefeiert werden findet man im ganzen Land immer wieder niedliche Comics. Von bedruckten Lebensmitteln über Hinweisschildern; es gibt immer sowas wie ein kleines Monster oder ein Katzengesicht was einen zum Schmunzeln bringt. Ich als alte Kitschtante finde sowas natürlich überaus genial. 

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Nicht zu vergessen sind die kulturellen Highlights. Tempel, Schreine, Museen und die wunderschön angelegten Gärten. Leider völlig Touristenüberlaufen. Instagram ist einfach die perfekte Fakewelt. Ich glaube an manchen Orten müsste man nächtigen um komplett allein zu sein. Trotzdem beeindruckend und sehenswert. Man muss nur mit einer anderen Erwartung an die Sache rangehen. Wir haben z.B. auch geglaubt easy eine echte Geisha zu sehen.
Haben aber dann erfahren, dass man zu einem Abend an dem man eine echte Geisha zu Gesicht bekommt, geladen sein muss. Man müsste dann einen Local kennen der sich eine Geisha leistet und dieser Local könnte uns dann an dem Abend teilhaben lassen. Btw. eine Geisha ist keine Prostituierte. Sondern eine Unterhaltungskünstlerin der japanischen Traditionen. Tatsächlich ist uns eine echte Geisha über den Weg gelaufen, sie ist schnellen Schrittes über die Straße gespurtet (in einem Viertel welches für Geishas sehr bekannt ist). Sehr scheu und hatte offensichtlich 0 Bock auf Öffentlichkeit geschweige denn auf Fotos.
Aber genau solche Momente machen das Reisen aus. Ich hab mich sehr gefreut und empfand sie als wunderschön und behalte den Moment im Kopf gespeichert. :)
Kurze Auflistung an die Zukunfts-Melina was bei der nächsten Reise nicht fehlen darf: 

1. Besuch in einem Onsen (wir waren nicht in der Stimmung, weil es durchgehend so 27-29° C waren)
2. Für die nächste Reise würde ich mit einem Van durch Japan cruisen um auch mehr Land zu sehen
3. Mount Fuji, leider konnten wir diese Perfektion von Berg nicht sehen, da es zu bewölkt war :(
4. Ein Geisha Fotoshooting, OMG ja man kann sich für viel Geld komplett als Geisha kleiden und schminken lassen
5. Teezeremonie- war uns leider zu teuer, soll sich aber richtig lohnen
6. Ein extra Koffer für Winke-Katzen und Geschirr...  einfach zu schön
7. Sumokampf sehen! 
8. Kabuki-Besuch- Kabuki ist ein japanisches Theater was aber wirklich sehr speziell sein soll

Also ihr seht es gibt noch eine Reihe von Dingen die sich für eine weitere Japanreise lohnen.
Übrigens gibt es auch eine Reihe an Japan die mich bzw. uns richtig genervt haben. Z.B. die ständige Suche nach einem Mülleimer. Das Nachts einfach in Tokyo (!) keine Bahn oder Bus mehr fährt, auch nicht am Wochenende, kann man sich das vorstellen? Wir sind mal 8 km zum Hostel gelaufen (Samstagnachts um 2 Uhr) weil abgesehen von überteuerten Taxen nichts mehr fuhr. Weiterer Minuspunkt:
Plastikkonsum, alles wirklich alles ist in Plastik verpackt. Ich glaube Verpackungsmüll ist hier einfach kein Thema. Christoph und ich haben in den 2 Wochen wahrscheinlich mehr Müll produziert als in einem ganzen Jahr in Deutschland. :( Das nervt RICHTIG.
Veganismus ist auch noch nicht richtig angekommen. In Nagoya gibt es ein kleines veganes Restaurant (dort hab ich dann ein Okonomijaki gegessen) mit deren Inhaberin ich ins Gespräch gekommen bin. Ich hab sie gefragt welche Süßigkeiten ich in einem Kombini kaufen kann. Leider ist ihr dazu nichts eingefallen. Als mitfühlender Veganer hat sie mir dann eine Tafel Schokolade geschenkt, die sie allerdings im Internet bestellt hat. Erinnert mich sehr stark an meine Anfänge als Veganer. Ich würde sagen Japan ist aktuell auf dem Stand von Deutschland vor 7 Jahren. In den Anfängen des Veganismus. Ich glaub es wird sicher auch noch populärer aber die Japaner lieben halt auch ihre Traditionen. 
Ohne Tipps aus dem Internet und der Google Übersetzungs App hätte ich mich wahrscheinlich nur von Sushi ernährt. :D
Ich mein, ich liebe Sushi. ...
Manche Sitten nerven auch. Es werden in der Öffentlichkeit keine Taschentücher benutzt es wird hochgezogen. Wisst ihr wie asozial man sich fühlt wenn man erkältet in einem Auto eines Japaner sitzt. Ich hab immer versucht mir ganz heimlich die Nase zu putzen. Wer mich kennt weiß in welcher Lautstärke ich mir eigentlich die Nase putze...
Dieses ständige Bedanken nervt auch irgendwann (vlt gewöhnt man sich dran)... Wie oft kann man sich denn bitte in einem Satz bedanken. Dieses : arigato goszaimasu haben wir Millionen mal gehört. Mehr fällt uns jetzt auch nicht ein. Also die Pro-Argumente überwiegen.
Trotz der paar nervigen Dingen; wir haben uns sehr wohlgefühlt und bereuen es keineswegs die Reise auf uns genommen zu haben. 
Japan ist geil! Es lohnt sich.