Endlich wieder ans Meer und dann auch endlich mal in den Dschungel. All das wollten wir uns im Malayischen Teil von Borneo erfüllen. Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und unterteilt in 3 verschiedene Länder. Der Norden gehört zu Malaysia und der Süden zu Indonesien. Dazu kommt noch das Königreich Brunei im Norden welches umschlossen von Malaysia ist.
Los ging unser Flug von Kuala Lumpur nach Kuching, die größte Stadt auf Borneo und Hauptstadt vom Bundestaat Sarawak im Westen der Insel.
Angekommen am Flughafen haben wir uns sofort ein Grab Taxi genommen und sind zu unserem Hostel, welches ziemlich Zentral liegt. Kuching liegt am größten Fluss Borneos dem Sarawak. Nachdem wir ja von Kuala Lumpur ansich und speziell auch von der Sauberkeit enttäuscht waren haben wir uns auf einer Insel wo die Leute quasi eins mit der Natur sein sollten etwas schöneres erwartet. Nunja wie das manchmal so ist, haben wir uns getäuscht. Wir gingen nach dem einchecken einfach mal richtung Fluss und dass mitten im Fluss einfach NUR Müll umhertrieb war mehr als furchtbar zu sehen. Generell lag überall Plastik rum aber so im Fluss selber über die ganze Länge die wir sehen konnten ist schon eine besondere Hausnummer.
Nunja Kuching ist übersetzt auch die Katzenstadt. Natürlich für uns auch ein Grund dorthin zu reisen, denn wie ihr sicherlich wisst, lieben wir Katzen ;)
Das Thema zog sich dann auch teilweise durch die Stadt. Es gab mehrere Katzenstatuen, ein Katzenmuseum und auch jede menge Souvenirs mit Katzen. Außerdem gab es wirklich beeindruckende Streetart zu entdecken. Pluspunkt für Kuching. ;)
18aa608a-05ea-4413-a821-788e061cbbae
Wir gingen dann erstmal zu einem Vegetarischen Chinesen etwas essen und entspannten im Hostel. Was man halt so entspannen nennen kann, denn da die Fenster eigentlich nur Holzbarikaden waren und wir direkt an einer großen Kreuzung unsere Unterkunft hatten war es echt laut. Besonders wenn mal wieder eines dieser schäbigen alten Mofas vorbei kamen die zwar nur 30 km/h fahren aber Laut wie 5 Jumbo Jets beim starten sind. Und ja die fahren auch Nachts hier vorbei. Und da direkt noch eine Disko auf der anderen Seite der Straße war könnt ihr euch ja vorstellen wie gut wir dort geschlafen haben.
Am nächsten Tag sind wir zum Semenrogg Orang-Utan Rehabilitionscenter gefahren. Netterweise hat unser Grab Fahrer für die ca. 2,5 Stunden die wir dort waren einfach gewartet um uns wieder mit zurück in Stadt zu nehmen.
Wir waren zur Fütterungszeit im Reservat, welches auch nur dafür 2 x 2 Stunden am Tag für Besucher öffnet. Es leben einige Orang-Utans komplett frei dort und jeder entscheidet selber ob er an der Fütterungen teilnehmen möchte oder einfach im Dschungel bleibt und seine Früchte selber sucht. So kann es auch sein, dass manchmal einfach kein einziger zu sehen ist. Zum Glück waren bei uns einige da, unteranderem eine Mama mit ihrem kleinen und auch der so genannte 'Big Boss' des Reservat war an einer Stelle zu sehen. Die können schon echt groß werden und die möchte man dann auch nicht verärgern ;) Uns ist es bei diesen Besuchen wo man geführt irgendwo Tiere sehen kann sehr wichtig, dass wir das moralisch vertreten können. Wir würden nie etwas machen wo wir sagen das ist doch Tierquälerei oder Zoo ähnlich. Hier konnten wir das aber absolut vertreten. Die Mitarbeiter waren sehr bemüht das es den Tieren gut geht und die Besucher (welche auch nicht so übertrieben viele waren) ihnen nicht zu nahe kommen.
1e4bf67e-93f0-4930-b243-b01f9d686021
Wir lernten dort auch noch ein anderes deutsches Pärchen kennen mit welchen wir uns dann auch die Kosten fürs Grab nach Hause teilten.
Abends haben wir die beiden dann noch zu einem kleinen Umtrunk in der Bar getroffen. War ein schöner Abend ;)
Aufgrund des Lärms haben wir dann beschlossen doch wieder das Hostel zu wechseln und sind ein paar km weiter gelaufen zu einem gut bewerteten Hostel mit kleinem Pool. Okay der Pool war natürlich defekt aber ansonsten können wir nichts negatives darüber verlieren. Es war ruhig, sauber und die Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit.
Wir haben dann die nächsten Tage ein wenig auf Sparmodus geschaltet und das meiste Geld eigentlich nur fürs Essen ausgegeben. Nunja fast das meiste Geld denn wir haben uns nachdem wir die Videos unserer günstigen ActionCam angesehen haben doch gemerkt das diese einfach nicht gut genug für Videos ist. Nach langem hin und her haben wir uns dann eine neue GoPro 7 Black zugelegt. Offensichtlich kaufen nicht allzuviele Europäer dort Kameras denn es war dem Fachhändler doch wichtig das wir noch ein Foto für ihre Facebook Page mit ihnen machten. Machen wir natürlich gerne ;)
Alles in allem waren wir von Kuching also enttäuscht und ganz froh das es nach 5 Tagen endlich weiter ging. Ausgesucht haben wir uns als nächstes den Ort Sandakan im Nordosten der Insel. Von hier kann man einige Tolle Ausflüge machen. Dazu aber gleich mehr...

Also wir sind dann über Kota Kinabalu nach Sandakan geflogen. Dies liegt im Bundesstaat Sabah. Da wir unseren ersten Hochzeitstag hatten haben wir uns ein für unsere Verhältnisse schöneres Hotel nähe der Hafenstadt ausgesucht. Außer dem fehlenden WLAN Empfang im Hotel (lustigerweise das erste mal das wir damit Probleme hatten, und dann im optisch besten Hotel) war es echt schön. Der Pool und die Anlage ansich waren groß und sauber. Die Zimmer ebenfalls sehr geräumig und das Frühstück einfach aber in Ordnung. Da konnten wir uns also nicht beschweren ... Jetzt kommt das große ABER am Ausflug nach Sandakan ... Diese Stadt ist einfach nur häßlich. Es bringt jetzt auch nichts das zu beschönigen, die Stadt war laut, voller Leute die auf den Straßen rumgammeln und ÜBERALL Müll. Die Hafenpromenade inklusive Meer sah einfach absolut nicht schön aus.
Es war also schnell und einfach zu beschließen das wir hier nur bleiben um die Ausflüge zu machen und dann zum nächsten Ort weiter wollten. 
Leider kam dann auch hier ein großes ABER, denn die Preise für Unternehmungen sind einfach nur unverschämt teuer. Als Beispiel wollten wir auf die Turtle Island, dort eine Nacht bleiben und uns ansehen wie  Schildkröten schlüpfen und frei gelassen werden. Tja klingt super aber bei mind. 200 Euro Pro Person und Nacht hört der Spaß für uns Backpacker einfach auf.
Wir beschlossen dann uns nur das Wildlife Discovery Center und das Rehabilitonscenter für die auf Borneo beheimaten Sun Bears anzusehen. Dies ist die kleinste Bärenart der Welt und sie sehen super knuffig aus. Hier sind wir übringes nach dem Besuch ein bisschen im Zwiespalt was wir davon halten sollen. Einerseits sind dort fast nur gerettet Bären die als Haustier gehalten wurden und ihnen geht es dort wesentlich besser, andererseits ist das Gehege zwar groß aber eigentlich immernoch zu klein. Schwierig.
Gegessen haben wir übrigens meisten im Hotel beim Chinesen die eine sehr große Vegetarisch/vegane Karte hatten und es schmeckte wirklich super.

Der Empfangsmann des Hotels hat uns eine 3-tägige Rivertour auf dem Kinabatangan empfohlen. Ein Wildlife Resort direkt am Dschungel. Das klang richtig gut ... also machten wir uns auf in den Dschungel ...