Nach einem kleinem Zwischenstopp in Port Hedland ging es weiter nach Broome. Von Broome haben wir das bekommen was wir erwartet haben. Eine Stadt die etwas belebter ist als all die Gegenden die man bei einem Roadtrip (durch Western Australien) sonst so sieht. Mit 30.000 Einwohnern in der Hochsaison, doch recht belebt. Es ist eine Kombination aus Stadtleben und Urlaub am Meer. Hier gibt es nämlich den Cable Beach. Ein sehr großer Strand mit feinem Sand. Man kann sogar mit seinem Auto durch den Sand cruisen. Sofern man 4 WD fährt. Oder so mutig wie dieser Camperfahrer ist. 

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Angekommen in Broome haben wir erstmal einen eher weniger schönen Campingplatz ausgewählt (lag zu nah an der Straße). Zum Glück sind wir dann auf einem Campingplatz direkt am Meer gestoßen. Wir wollten eine Woche bleiben, dann gab es aber das Angebot 9 Nächte für den Preis von 7. Alles klar dann halt doch was länger. Die ersten Tage haben wir auf einem Platz verbracht der auch echt nicht schlecht war aber halt nicht 1. Reihe Meerblick hatte... Naja später haben wir uns dann dazu entschieden noch länger zu bleiben, da gab es dann DEN Platz. Btw. haben wir da auch mal wieder realisiert was für einen Luxus wir im Moment haben. Sich einfach dazu entscheiden zu können wo man wie lange seine Zeit verbringt.
Also dieser Platz war direkt am Meer. Unglaublich schön.

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Es war ein Campingplatz der direkt am Meer lag und somit auch seinen eigenen Strand hatte. Wir konnten also gleich in Badesachen runter zum Strand laufen. Am besten gegen 12/13 Uhr denn da war dann grad Flut. Bei Ebbe hätte man 1 km weit laufen müssen um im flachem Wasser planschen zu können. Übrigens war dieser Strand auch bekannt für Staircase to the moon. Nirgends kann man dieses Naturschauspiel besser sehen. Bei Vollmond wirft das Licht eine Art Treppe auf den Sand. Ich hätte nicht gedacht wie atemberaubend schön dieses Spektakel ist. Um Punkt 18.21 Uhr ging der Mond auf und man konnte wirklich im Sekundentakt sehen wie er aufsteigt und sich eine Art Treppe bildet. Mit einem Gläschen Wein und lauter Menschen die das Gleiche tun, war das wirklich ein tolles Erlebnis. Dieses Ereignis wird auch mit einem kleinem Nachtmarkt und Live Musik gefeiert.
Kleine Wagen mit Schmuck; insbesondere mit Muschelperlen, da Broome sehr für Perlen bekannt ist, kleine Essensstände und Hippie-Zeug.
Es ist hier schon ein wenig alternativ, was ich aber sehr willkommen heiße :D. Wobei man dazu sagen muss, dass wir eher auf dem Platz der älteren Generation standen, da uns der Nachbarcampingplatz mit negativen online Bewertungen etwas abgeschreckt hat. Obwohl dort eher so die jüngere Generation vertretenwurde. Wir wollten aber lieber Ruhe und Meerblick. Außerdem gab es hier jede menge Tiere zu beobachten. So hatten wir einen Ibis der regelmäßig vorbei geschaut hat und ein paar Papageien. Nicht zu vergessen die Fledermäuse die bei Nacht durch die Gegend flogen. Und zwar richtig große, die kann man überhaupt nicht mit der Fledermaus aus Deutschland vergleichen. Bei Nacht haben wir außerdem noch Eulen und Opossums ausfindig machen können. Und diese Opossums sind so niedlich. Zuerst dachten wir es handelt sich um eine Art Maus. Auf Nachfragen an der Rezeption gab es die Antwort: Opposum.
Joa, was haben wir sonst so in Broome gemacht... nicht viel es war eine sehr entspannte Zeit. Haben viel gelesen und einfach unser Vanleben genossen, haben Frisbee am Cablebeach gespielt und uns im Meer erfrischt. Chris ist jede Woche Dart spielen gewesen. Er durfte als Gastspieler für ein Team im Ligabetrieb von Broome antreten. Tatsächlich sogar auch mit Aborigines. Hier im Norden leben übrigens die meisten Aborigines. Leider sieht man sie oft auf der Straße, alkoholisiert, bettelnd und eher als Außenseiter. Sehr traurig.
Zum Thema Alkohol. Hier in WA ist Alkohol nicht nur verdammt teuer, sondern wird hier auch richtig krass kontrolliert. Es gibt extra sogenannte Liquor Shops, in denen man sich alkoholische Getränke kaufen kann, denn an Tankstellen oder im Supermarkt gibt es nichts zu kaufen. Außerdem darf pro Person nur eine bestimmte Menge am Tag gekauft werden. Und man wird mit Ausweis in ein System eingetragen, sodass man nicht von Laden zu Laden ziehen kann um an eine größere Menge ranzukommen. Abgesehen davon öffnen die Geschäfte häufig erst um 11 Uhr morgens. Wir waren zufälliger Weise mal um 11 Uhr direkt am Liquor Shop um eine Flasche Wein für abends zu kaufen. Da tummelten sich schon einige Menschen vor der Tür. Die ganzen Alkis halt. Hier konnten wir beobachten, dass kein Alkohol verkauft wird, wenn man den Anschein macht als hättest du bereits was getrunken. Nein, wir haben unsere Flasche Wein bekommen ... :D Am Abend hat man die Möglichkeit in einem Drive-In sein Bier zu kaufen. Hast du kein Auto gibt es kein Bier. Als Deutscher irgendwie kaum vorstellbar. Ich glaub auch, dass dies nicht die Lösung des Problems ist aber gut...
Sonst haben wir noch das älteste Open air Kino der Welt besucht (das ist verrückterweise in Broome) und uns König der Löwen auf Englisch angesehen. Sehr nostalgisch. Wirklich schön.

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Auch wirklich beeindruckend sind echte Dinosaurierspuren die man an einer kleinen Felsenbucht entdecken kann. Irgendwie sehr schwer vorstellbar, dass hier diese Jahrmillionen alten Spuren deutlich zuerkennen sind. Es gab auch noch mehr Spuren in diesem Gebiet, die wir leider nicht finden konnten. Wir waren nicht die einzigen, es gab noch ein paar umherirrende Touris die vergeblich nach den Spuren Ausschau hielten.

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Naja schneller als wir wollten ging dann unsere Broome Zeit auch schon zu Ende.
Aber es muss ja schließlich weitergehen...nach Kununurra.