Nachdem unser Tag mit 2 Toten nicht gut begonnen hatte, haben wir in Mataranka wieder etwas Hoffnung schöpfen können, dass unsere Pechsträhne ein Ende hat.
Mataranka ist ein Dorf mit 250 Einwohnern. Also winzig. Dafür hat es aber wunderschöne "heiße" Quellen. Die Bitter springs. Grund genug um uns auf den Weg in dieses Dorf zu machen. Wir hatten einen super schönen Campingplatz direkt an den Quellen. Der Campingplatz bot große Plätze mit viel Schatten unter Palmen und Eukalypthus Bäumen. Bei Nacht war es zappen Duster und man konnte nicht nur den Sternenhimmel bewundern (wie so häufig in Australien; ich werds vermissen) sondern man hörte auch überall Wallabys rumspringen. Also abgesehen von den ganzen Vögeln, die sich auf dem Platz tummelten, gab es auch Wallabys. Zugegeben die gibt es überall, aber wir freuen uns jedes Mal welche zu sehen. Uuuund! Schwarze Kakadus. Die sieht man eher selten aber wir haben tatsächlich einen ganzen Schwarm gesehen.
Nun zu den heißen Quellen. Mit einer Leihgebühr von 1$ kann man sich auf dem Campingplatz eine Schwimmnudel leihen und mit in die Quelle nehmen. Ja eine Schwimmnudel. In diesem Fall handelt es sich auch um eine Art Luxusutensil, da es wirklich Wellnessurlaub gleich kommt sich mit dieser Nudel der Strömung nach treiben zulassen. Die Bitter springs bilden einen kleinen Bach mit kristallklarem Wasser in einer kleinen grünen Oase (da es sonst doch überall recht trocken und eher Steppenartig ist). Diesen Bach kann man sich der Strömung nach treiben lassen und in ca. 200-300 m besteht die Möglichkeit auszusteigen, um das ganze zu wiederholen. Achso, ganz vergessen: das Wasser ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Herrlich.
Ein paar Kilometer weiter gab es noch die "Thermal-Pools". Hier tummeln sich viele Grey-Nomads (btw. es gibt sehr viele Rentner, die mit ihrem Wohnwagen Australien bereisen, diese werden liebevoll "Grey-Nomads" genannt). Dieser Pool war auch recht schön aber, uns gefiel unsere Strömungs-Quelle besser. Die Pools waren etwas zu künstlich. Aus den natürlichen Quellen wurden richtige Pools gebildet mit Stufen usw. So viel zu den Bitter-Springs.

GOPR0689

Dann ging es auch schon weiter. Die Edith-Falls standen auf dem Programm. Was soll man sagen, es sind unglaublich schöne Wasserfälle mit wunderschönen natürlichen Pools, in denen man schwimmen kann. Zu einigen muss man hin wandern und es wirkt total surreal. Als befände man sich im Phantasialand. So schön. Eine Nacht haben wir bei den Edith-Falls verbracht, dann ging es weiter zu den Wangi-Falls. Diese befinden sich im beliebten Litchfield Nationalpark. Zwei Nächte blieben wir hier. Im Prinzip das Gleiche. Wunderschöne Wasserfälle umgeben von schönster Natur. Eben eine kleine Oase im trockenen Australien. Hier findet man auch kleine Regenwälder (?!), mit Fledermäusen, Spinnen und noch mehr exotischen Vögeln. Richtig schön. Ach ja! Zum Thema Spinnen: Wir haben immer noch keine Bekanntschaft gemacht. :D Obwohl wir in all den Nationalparks rumspringen. Spinnen gibt es hier ja, aber sie sind definitiv sehr selten anzutreffen. In der Regenzeit wohl deutlich mehr als jetzt. Es ist wohl auch eine Art Vorurteil, welches man so aus Deutschland beigebracht bekommt. Australien= Spinnen und Schlangen. Hier gibt es auch ziemlich viele Buschbrände. Das ist aber völlig normal. Aktuell sitze ich im Van und Rings rum riesige Rauchwolken. Aber keiner schiebt Panik. Einziger Hinweis war ein Schild auf dem Weg zu unserem Campingplatz auf dem Stand, dass sämtliche Arten von Feuer verboten sind. Naja, wie auch immer.

GOPR0815

Wangi-Falls, Florance-Falls, Edith-Falls alles unglaublich schöne Orte. Natur pur. Wir lieben es so sehr mit dem Van so nah in der Natur leben zu können. Australien ist unglaublich, wir hätten nicht erwartet, wie sehr es uns umhaut. Jetzt haben wir nur noch eine Woche bis wir uns von diesem wunderschönen Land verabschieden müssen.