Erst haben wir Jahre gezählt, dann Monate, Tage und zum Schluss die Stunden. Uns kam es immer unendlich lang vor bis es los geht. Bis wir unsere Backpacks kaufen, unsere Flüge buchen, bis wir unsere letzte Impfung erhalten, bis wir den letzten Arbeitstag hinter uns bringen. Bis Tag X. Und zack ist der Tag gekommen. Jetzt kommt es uns wieder so vor als würde die Zeit nur so durch unsere Finger rinnen.
Ich glaube ich fand die Vorbereitung und alles stressiger als unsere Hochzeit. Vermutlich aber auch nur weil man ein totales Gefühlschaos durchlebt. Absolute Euphorie, Vorfreude, Trauer, Wehmut, Unruhe und alles zusammen ist einfach purer Stress. Man hat gefühlt 1000 Dinge im Kopf die man auf keinen Fall vergessen darf. Das ganze Verabschieden... so furchtbar!
Wer uns aber wirklich viel Stress abgenommen hat sind unsere Eltern und Schwiegereltern. Ihr habt uns unsere Reisevorbereitungen erheblich erleichtert. Vielen Dank! 
Unsere Freunde haben auch so viel Unterstützung angeboten, einfach auch die ganze Vorfreude mit uns gemeinsam zeigt wie glücklich wir uns schätzen können. Das bietet uns unglaublich viel Sicherheit um ein ganzes Jahr unterwegs sein zu können, ohne Angst Kontakte und Beziehungen gingen verloren.
Allein unsere Abschiedparty war der Knaller. Fotos der Einwegkameras folgen übrigens auf diesem Blog.

Um auf unseren Start zurück zukommen;11 Stunden Flug mit wenig Beinfreiheit sind schon ne Herrausfordeung, besonders für etwas größere Menschen wie Christoph. Er hat sich aber sehr tapfer geschlagen. 
Um in Thailand ein Visum zu erhalten muss man einen Zettel (bekommt man im Flugzeug) mit Name, Reisepassnummer usw ausfüllen und dann am Flughafen bei einer Ausweiskontrolle abgeben. 
Wir haben uns getrennt voneinander an zwei verscheidenen Ausweisschaltern angestellt. Christoph hatte mir kurz vorher meinen Reisepass und den Visumszettel in die Hand gedrückt. Also hab ich brav gewartet bis ich dran bin. Zettel abgegeben. Da hat der freundliche Beamte am Schalter mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja nun wohl nicht CHRISTOPH L. bin und ich scheinbar etwas falsches eingetragen habe. Ja, da hat der immer korrekte Christoph mir fälschlicherweise den falschen Zettel in die Hand gedrückt. (wäre mir das passiert, hätte ich direkt wieder in den nächsten Flieger Richtung Heimat steigen können) Wobei Christoph mit dem MELINA L. Zettel einfach durchgekommen ist. So gründlich ist man hier mit dem Visum. :D
Ich hab den Herrn den Fehler erklärt und Christoph zum Glück im Hintergrung auf der anderen Seite der Schleuse gesehen und wir konnten den Fehler korrigieren. Wobei die Thais es ziemlich amüsant fanden, dass die Kollegin Christoph als Melina mit falscher Ausweisnummer durchgewunken hat. Dann ging es mit dem Taxi Richtung Hotel, wobei ich dem Taxifahrer die Adresse bei Maps eingetippt habe. Hat aber alles funktioniert.

Ja und nun sind wir in Bangkok. Wie wir Bangkok empfinden schreibe ich dann in einem anderem Post. Gute Nacht!