Wie ist Bangkok? Zuallererst zu der Zeit wo wir da waren ... unerträglich heiß. Unser Hotel war direkt eine Parallelstraße von der berühmten Khao San Road. Und das haben wir auch zu Spüren bekommen. Die Nächte waren nicht nur warm, nein sie waren auch laut. Die Partys auf den Straßen und in den Clubs gingen immer bis in die Morgenstunden. Wegen der Wärme hatten Melina und ich kaum Lust rumzulaufen und viel anzusehen. Wir haben uns dann auf unsere Gegend beschränkt. An jeder Ecke gibt es was zu Essen und anderen Kram zu kaufen. Ein Stand jagt den nächsten und jeder quatscht einen an. Aber das Essen war echt super und jede menge veganes für Melina ;)
An unserem zweiten Tag haben wir dann gegen Abend ein TukTuk genommen und sind zur ZOOM Bar im Wolkenkratzer Viertel gefahren. Die ZOOM Bar ist eine Rooftopbar im 40. Stock und die Aussicht hier oben war der Hammer. Diese Bar gehört zu den wenigen die keinen Dresscode haben, so konnten wir auch in unseren Backpacking Aufzug in Flip-Flops die Bar besuchen. Die Preise für Cocktails waren auch recht teuer, darum haben wir es bei einen Getränk belassen. ;) 
Der dritte Tag war dann gleichzeitig unser letzter in Bangkok. Da ein wenig Kultur natürlich sein muss sind wir morgens um halb 9 zum Wat Pho Tempel gedüst. Schon morgens ist jeder Schritt eigentlich einer zu viel. Das dachten sich wohl auch einige andere und darum war es sehr leer dort. Der Tempel ist berühmt für seinen riesigen liegenden Buddha. Imposant sind diese Tempel ja schon.
Wir sind danach nochmal aufs Zimmer. Schnell noch geduscht und dann mussten wir ausschecken. Melina hat sich dann noch schnell ihre erste Massage gegönnt (von vermutlich etlichen die da noch folgen). Sonst haben wir den Rest des Tages in der Hotellobby verbracht bis wir dann mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren sind. Dort lief alles glatt und so mussten wir nur noch 4 Stunden rum kriegen bis es endlich weiter ging.

Um 21 Uhr konnten wir dann in den Zug. Wir hatten für die 14 stündige Fahrt einen Schlafwaggon mit Ventilator (war nie an und der Wagen war kühl genug) gemietet. 'Pünktlich' um 22:40 ging es los. Melina und ich hatten 2 Sitze für uns reserviert die eine Stunde später in einen Schlafplatz umgebaut worden sind. Die Schlafplätze waren direkt übereinander. Umgebaut hat das ganze der Zugbegleiter in einer sehr flotten Geschwindigkeit... und zwar inklusive Bett beziehen. Alles in allem ist der Zug schon ganz schön in die Jahre gekommen aber mein Bett unten war absolut in Ordnung und ein wenig konnte ich auch schlafen. Bei Melina sah das etwas anders aus. Zwar hat man vor jedem Bett einen Vorhang, aber da das Licht im Waggon selber nicht ausgeschaltet wird war es oben bei Ihr die ganze Zeit recht hell.
Trotzdem findet auch sie, dass man dieses Erlebnis auch mal mitgemacht haben sollte. Die Umgebung ist wirklich wunderschön. Ein paar andere Mitfahrer haben tatsächlich bis kurz vor 12 Uhr geschlafen wie mir ein mexikanischer Mitreisender später erzählte. Wir waren so gegen 6 Uhr wieder wach und der Zugbegleiter hat unser Bett wieder umgebaut, sodass wir wieder vernünftig sitzen und die Aussicht genießen konnten.
Falls du auch mal per Nachtzug nach Chiang Mai fahren möchtest, hier die Nachteile:
-Das Wasser im Zug auf keinen Fall trinken. Wussten wir zum Glück schon vorher und haben so für reichlich Wasser gesorgt (zum Zähneputzen undso)
-Toilette ... naja es gibt eine ... im Prinzip eine Kloschüssel mit Loch im Boden...
-Und wie schon gesagt .. Bucht lieber untere Betten! Sonst aber eine günstige, umweltschonendere und abenteuerliche Alternative zum Flieger.
-Wir sind übrigends zur Songkran Zeit gereist, da reisen sehr viele Leute mit dem Zug, also am besten im voraus schon buchen.

In Chiang Mai ist zu Songkran die Hölle los ... aber dazu später mehr ;)